Abstract
Diversity Management birgt ein enormes Potential, nicht nur zur Aufwertung der Kompetenzen des Personals, sondern auch zur Steigerung der Attraktivität der Arbeitsplätze für künftige Arbeitskräfte. Es schien daher wichtig, das Thema im Südtiroler Kontext zu betrachten, wo der Vielfalt der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und der strategischen Planung im Sinne der Vielfalt zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt wird, um gezielter auf die Erfordernisse der heimischen Wirtschaft reagieren zu können.
Die Verbreitung des Diversity-Management-Ansatzes in Südtirol mit den daraus erwachsenden Herausforderungen ist noch weitgehend unerforscht. Der vorliegende Bericht soll daher eine erste Wissensgrundlage für alle sein, die dem Aufruf der Koordinierungsstelle folgen wollen, in die Welt des Diversity Managements einzutauchen.
Eines der spezifischen Ziele dieses Berichts ist die Untersuchung jener Faktoren, die die Wahrnehmung des Diversity Managements beeinflussen, insbesondere, was Maßnahmen für Drittstaatsangehörige betrifft. Wie in den folgenden Kapiteln ersichtlich sein wird, sollten jedoch die an diese spezielle Zielgruppe gerichteten Maßnahmen nicht isoliert von jenen betrachtet werden, die auf den Umgang mit der Vielfalt in ihrer Gesamtheit ausgerichtet sind. Dies würde bestimmte benachteiligte Kategorien noch weiter in ihrer Andersartigkeit zementieren und den intersektionalen Charakter der Vielfalt verschleiern.