Abstract
Südtirol ist eine der letzten Regionen im Alpenraum, die noch kein Konzept zur ökologischen Vernetzung auf Landesebene ausgearbeitet hat. Die Provinz kann sich auch nicht auf ein Konzept der Konnektivität auf nationaler Ebene beziehen, das auf einer offiziellen Website einer Behörde zum Download zur Verfügung steht. Daher können sich Gemeinden und Raum- und Landschaftsplaner, nicht auf einen landesweiten Plan für ökologische Netzwerke beziehen. Ein ökologisches Netzwerk auf Landesebene ist daher dringend erforderlich. Mit diesem technischen Vorschlag möchte das Alpine Space Projekt PlanToConnect einen Ausgangspunkt bieten, um die öffentliche Verwaltung und Entscheidungsträger auf Provinzebene sowie Gemeinden und Fachleute für Raumplanung auf lokaler Ebene dabei zu unterstützen, ein ökologisches Netzwerk in ihre Raumordnungspläne zu integrieren.
Dieser technische Vorschlag basiert auf Studien, die im Rahmen des Projekts PlanToConnect durchgeführt wurden, insbesondere auf der Ermittlung wichtiger und interessierter Stakeholder auf Provinzebene (Aktivität 2.2), dem Netzwerkdesign (Bericht D.2.3.1) und der Analyse zukünftiger Risiken und des Schutzstatus bestehender und potenzieller Korridore (Bericht D.2.4.1).
Der erste Teil beschreibt die Durchlässigkeit der Landschaft für Hirsche in den Tälern Südtirols und gibt anschließend Empfehlungen und technische Vorschläge zur Verbesserung der Konnektivität. Der zweite Teil enthält einen Vorschlag, wie ökologische Korridore in die verfügbaren Raumplanungsinstrumente Südtirols integriert werden können, und beschreibt, welche Interessengruppen einbezogen werden sollten.