Abstract
Die Datengrundlage der vorliegenden Studie besteht aus den offenen Antworten in fünf Onlinebefragungen, die im Rahmen der Vorarbeiten zum Südtiroler Landessozialplan 2030 zwischen 2019 und 2021 durchgeführt wurden. Das Eurac-Institut für Public Management hat die gesamten Vorarbeiten begleitet. Befragte waren hauptsächlich Fach- und Führungskräfte aus dem Sozialbereich, aber auch Freiwillige, Betroffene und Angehörige.
Hauptziel der Studie ist es, die Vorschläge und Erwartungen der befragten Personen anhand der vier übergreifenden Schlüsselthemen Wohnen, Fachkräfte, Netzwerke und Dritter Sektor darzustellen. Die aus Sicht der Befragten wichtigsten Herausforderungen aber auch mögliche Lösungsansätze werden verglichen und mit Praxisbeispielen und Forschungsergebnissen in Beziehung gesetzt.
Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, dass viele Dienste und Leistungen für alle Personengruppen sowohl quantitativ als auch qualitativ ausgebaut werden müssen. Mittel- und langfristige sozialpolitische Strategien und Maßnahmen sollten sich immer am Wohlbefinden aller Bürger*innen ausrichten und flexibel an deren Bedürfnisse anpassen. Die Aufwertung und Wertschätzung aller beteiligen Akteure – ehrenamtliche und bezahlte Arbeitskräfte sowie Menschen mit Unterstützungsbedarf und ihre Angehörigen – sind von zentraler Bedeutung. Eine verstärkte Netzwerk- und Zusammenarbeit und die aktive Beteiligung aller Stakeholder würde eine übergreifende Planung und ein erfolgreiches Management der Sozialpolitik ermöglichen.