Abstract
Wie können sich alpine Lebens- und Destinationsräume im Spannungsfeld globaler Entwicklungen und lokaler Besonderheiten nachhaltig weiterentwickeln? Diese Fragestellung steht im Zentrum dieser Publikation und soll in Anlehnung an die Ergebnisse zweier konkreter Forschungsprojekte mit hohem Anwendungsbezug, die am Center for Advanced Studies von Eurac Research durchgeführt wurden, beantwortet werden. Die beiden Fallbeispiele, die für die Studien herangezogen wurden, beziehen sich auf Villnöß, ein idyllisches Seitental des Eisacktales sowie auf das Gadertal, welches aus fünf
Gemeinden besteht und dem ladinischsprachigen Teil Südtirols angehört. Die Annäherung an die Thematik geschah an beiden Orten mittels eines partizipativen Ansatzes: Gemeinsam wurden Ideen entwickelt, mit dem primären Ziel, eine Art Balance zwischen Lebensqualität, Wettbewerbsfähigkeit und touristischer Attraktivität einer Region zu finden. Im Zeitraum eines Jahres hat sich das Projektteam von
Eurac Research im Auftrag der jeweiligen Gemeinde mit den zukünftigen Entwicklungspotentialen für die untersuchten Lebensräume auseinandergesetzt und diese im Rahmen des Projektes benannt und herausgearbeitet. Dabei wurden sowohl die einheimische Bevölkerung, diverse lokale Organisationen und Interessensgruppen, als auch die Gäste miteinbezogen. Der vorliegende Bericht befasst sich mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten dieser beiden Fallbeispiele und möchte aufzeigen, wie sich Lebens- und Destinationsräume in den Alpen nachhaltig weiterentwickeln können.