Abstract
Demokratie-Lernen baut auf die Erfahrungen, die Schüler*innen machen, wenn sie in der kleinen ‹polis› teilhaben. Angesichts einer wachsenden Zahl an Schüler*innen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist und
die sich nur teilweise in Aushandlungsprozesse einbringen können, steht der Fachdiskurs vor der Herausforderung, Demokratie-Lernen sprachsensibel zu konzeptualisieren. Das Projekt LADECI – Language
Acquisition within Democratic Citizenship Education entwickelt Bausteine einer Fortbildung für Lehrkräfte, um ihren Kompetenzaufbau im Hinblick auf sprachsensibles Demokratie-Lernen im Klassenzimmer zu
unterstützen. Der Praxisbeitrag gibt Einblick in notwendige Überarbeitungen von Aufgaben und Methoden und macht anhand praktischer Unterrichtsbeispiele deutlich, in welcher Hinsicht Aufgabenstellungen für Demokratie-Lernen in Lehrwerken einer kritischen Prüfung und der sprachsensiblen Ergänzung bedürfen, soll
Schüler*innenpartizipation im Sinne des Demokratie-Lernens realisiert werden.