Abstract
Don Quijote liest (zu) viele Ritterromane. Der Rest ist weltbekannt(es Literaturwissen): Er reitet in musealer Ritterrüstung mit Sancho Pansa durch die spanische Mancha. Aus der Zeit gefallen ist er, gefangen in seiner fiktiven Welt. So sehr, dass er Riesen-Windmühlen anrennt und bekämpft. Er genoss eine verwirrende Überdosis Literatur. Über das Ritterwesen und ihre Zeit weiß er aber alles; er ist eine wandelnde Ritter-Enzyklopädie. Literarische Werke verändern uns. Selten so stark wie Don Quijote. Doch nach der Lektüre sehen wir die Welt, unsere soziale Wirklichkeit meist etwas anders. Weil wir neues Wissen erwerben. Das macht Literatur literaturdidaktisch und gesellschaftspolitisch relevant. Ein Streifzug durch Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Wechselwirkungen von Literatur und Wissen(schaft).