Abstract
Die Veränderungen, denen die Landwirtschaft seit Jahrzehnten unterworfen ist, werden von der Gesellschaft nicht immer und vollständig wahrgenommen. Auf der Basis einer Bevölkerungsbefragung mittels Choice-Experiment wird untersucht, welche Merkmale der Südtiroler Landwirtschaft für die Bevölkerung wichtiger sind und welche Zahlungsbereitschaft für bestimmte Eigenschaften besteht. Eine kleinstrukturierte und bio-logische Landwirtschaft, kombiniert mit einer lokalen Vermarktung, wird von der Bevölkerung am meis-ten geschätzt. Eine weitere Analyse mit latenten Klassen ermöglicht die Profilierung von vier homogenen Gruppen von Befragten. Zwei der vier erhaltenen Segmente beschreiben eine konservative und pragmatische Sichtweise, sehr nah am Status quo, während die restlichen beiden Segmente eine eindeutige Präferenz für eine Veränderung hin zu einer biologischen Bewirtschaftung ausdrücken.