Abstract
Dieser kurze Exkurs von der antiken Kunst in das 18. Jahrhundert bis zum Ökofeminismus der Gegenwart
zeigt, wie die Kunst in der Tat ein Spiegel der Epoche ist, in der sie entstanden ist. Er zeigt aber auch, wie die Kunst Vordenkerin sein und konkrete Visionen möglicher Zukünfte für unsere Gesellschaft bieten kann. Klimakrise und Umweltfragen mögen zwar die öffentliche Debatte dominieren, die Kritik an den eigentlichen Ursachen – nämlich kapitalistische Konsummuster in einem patriarchalen System – ist allerdings noch immer zu leise. Der Ökofeminismus kann eine Schlüsselrolle in der Neubewertung und Neugestaltung unserer Beziehung zur Natur und unseren Mitmenschen spielen und neue Symbole, Sprachen und Visionen für einen sozialen und ökologischen Wandel in unser kollektives Gedächtnis und unsere Weltanschauung einbringen.