Abstract
This article explores the transitional policies and practices for newly arrived students in the Austrian, Italian, and South Tyrolean school systems which represent a spectrum of approaches for the accommodation of newly arrived students. While in Austria, children with a low perceived proficiency in the German language must undergo remediation prior to entering mainstream classes with their German-proficient peers, newly arrived students in Italy are inserted directly into mainstream classes and are involved in linguistic remediation both in and out of the main classroom. In South Tyrol (an autonomous trilingual province of Italy), the accommodation of newly arrived students is constrained by Italian education policies, fortified by the autonomous province’s extra language support, and partly inspired by Austrian policies. This paper provides a historical overview of transitional and/or accommodation policies in these three contexts, as well as an ethnographic perspective on the practices of different actors therein, thus illustrating how these three school systems’ accommodations of newly arrived students differ from one another.
In diesem Artikel werden die Übergangspolitiken und -praktiken für neu zugewanderte Schüler:innen in den Bildungssystemen Österreichs, Italiens und Südtirols untersucht, die ein Spektrum verschiedener Ansätze für die Aufnahme neu zugewanderter Schüler:innen repräsentieren. Während in Österreich Kinder mit als gering eingeschätzten Deutschkompetenzen vor dem Eintritt in die Regelklassen mit ihren deutschsprachigen MitSchüler:innen Fördermaßnahmen absolvieren müssen, werden neu zugewanderte Schüler:innen in Italien direkt in die Regelklassen aufgenommen und sowohl innerhalb als auch außerhalb des Klassenzimmers in sprachliche Fördermaßnahmen einbezogen. In Südtirol (einer autonomen, dreisprachigen Provinz in Italien) wird die Aufnahme neu zugewanderter Schüler:innen durch die italienische Bildungspolitik bestimmt, durch die zusätzliche Sprachförderung der autonomen Provinz ergänzt und teilweise von der österreichischen Politik beeinflusst. Dieser Beitrag bietet einen historischen Überblick über Übergangs- und Aufnahmepolitiken in diesen drei Kontexten sowie eine ethnografische Perspektive auf die Praktiken der verschiedenen Akteure in diesen Kontexten und verdeutlicht, wie sich die Aufnahme neu zugewanderter Schüler:innen in diesen drei Bildungssystemen unterscheidet.