Abstract
In seinem Flagship Report 2016 Policy Innovations for Transformative Change zur Implementation der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, begründet das Forschungsinstitut für soziale Entwicklung der Vereinten Nationen (United Nations Research Institute for Social Development, UNRISD) die Bedeutung der Solidarischen Ökonomie (Social and Solidarity Economy, SSE) als Strategie zur Erreichung von acht der siebzehn Agenda-Ziele, darunter Armutsbekämpfung, nachhaltige Landwirtschaft, Reduktion sozialer Ungleichheit, würdige Arbeit und Gender-Gerechtigkeit. Ein marginalisierter Bereich des alternativen Wirtschaftens erfährt damit die Anerkennung seines Potentials für eine öko-sozial nachhaltige Entwicklung, auch wenn der Bericht nur einen Teilbereich der facettenreichen Solidarischen Ökonomie, nämlich den marktförmigen, berücksichtigt. Bemerkenswert aber ist sein Verweis auf das transformative Potential konzeptioneller Ansätze einer alternativen Entwicklung, wie die des Buen Vivir oder der Care-Ökonomie für einen Wandel der Institutionen, der Politik oder des Verhaltens von Organisationen (UNRISD, 2016, 8).