Abstract
Im Zentrum des vorliegenden Beitrags steht die explorative Analyse von deutschen und italienischen juristischen universitären Lehrbüchern zum Europarecht. Um herauszufinden, wie sich der Dialog zwischen Fachmann und Laien bei solchen Texten profiliert, und wie sich die Didaktisierung der Inhalte in den zwei Sprachen realisiert, wurden paratextuelle und textinterne Elemente wie Vorwörter, Gliederung, graphische und typographische Gestaltung, deiktische und metakommunikative Ausdrücke, Erklärungen und Präzisierungen, und kausale Konnektoren vergleichend untersucht. Aus der Analyse geht eine grössere Aufmerksamkeit der deutschen Autoren gegenüber dem Leser hervor, was Hilfsmittel und strukturelle, graphische und typographische Orientierungsmittle anbelangt; italienische Autoren scheinen hingegen mehr Gebrauch von verbalen Mitteln (Metakommunikation, Explizierung von Kausalität) zu machen, um den Leser im Text zu orientieren. Diese erste Ergebnisse sollen in einer zweiten Phase der Untersuchung, die weitere Vergleichsparameter einbezieht, bestätigt werden.