Abstract
Lehrpersonen und ihr Unterricht nehmen eine zentrale Rolle für die Erziehung und das Lernen im Leben junger Menschen ein. Eine Lehrperson sollte daher in vielerlei Hinsicht kompetent sein. Das dafür benötigte Wissen, Können und Wollen muss selbstredend qualitativ gut sein - auch unter schwierigen und nicht planbaren Gegebenheiten. In diesem Rahmen verfolgt der Beitrag das Ziel, drei Überlegungen zur Qualität von Sportunterricht zu beschreiben. So werden die (1) Didaktische Kohärenz (Tribelhorn, 2016), der Didaktischer Stern (Scherler, 2008) und die (3) Systematik von Qualitätsdimensionen bzw. -merkmalen (z. B. Herrmann, Seiler & Niederkofler, 2016) vorerst dargelegt und in einem zweiten Schritt wird versucht, sie als Modell zu vereinen. Damit wird für die Leserinnen und Leser in Kürze dargelegt, welche Zugänge zur Unterrichtsqualität vorliegen, wie sie (aus unserer Sicht) für den eigenen Sportunterricht gedeutet werden können und wie sie zusammen hängen. Der Beitrag verortet schließlich die dargelegten Überlegungen zur Qualität in einem planungsdidaktischen Zusammenhang und diskutiert die Qualität in Relation zur Zufriedenheit mit der eigenen Unterrichtstätigkeit.