Abstract
Die vier pollenanalytischen Untersuchungspunkte liegen östlich des Dürrenstein-Massivs zwischen 1100 und 1400 m Höhe in der Fichten-Tannen-Buchenstufe. Nach der im Diagramm Rotmösel erfassten Ausbildung des Klimaxwaldes vor 4000 Jahren zeigen alle Diagramme eine regionale Bu-chendominanz. Ein erster rodungsbedingter Bu-chenrückgang liegt in der Römerzeit (Bärwies) bzw. in Mittelalter und Neuzeit (Grubwies Moor und Doline, Rotmösel). Auch der nachfolgende, sehr einschneidende Tannenrückgang ist an den Untersuchungspunkten zeitverschoben mit einer Differenz von 1200 Jahren bis in das 18./19. Jahr-hundert (Rotmösel). Die mit der Waldauflichtung einhergehende Almweidenutzung mit Weidezei-gern wie Wacholder, Eisenhut, weiteren Kräutern sowie Gräsern kommt je nach Standort zeitlich und örtlich unterschiedlich zum Ausdruck, ebenso die Ausdehnung der Latschengebüsche. Die Entste-hung und Entwicklung der untersuchten Moore ist topo-klimatogen (Rotmösel), soligen (Bärwies) und topo-soligen (Grubwies) im Zeitraum vom Subbo-real (Späte Wärmezeit) bis Subatlantikum (Ältere Nachwärmezeit). Eine anthropogene Entstehung der Moore ist auszuschließen.