Abstract
Themen der ‚Gewaltprävention‘ und des ‚Umgangs mit Jugendlicher Gewalt‘ in stationären sozialpädagogischen Einrichtungen verweisen auf komplexe Zusammenhänge in heterogenen Gesellschaften und veränderte Rahmenbedingungen sozialpädagogischer Praxis. Wenn es um die Umsetzung praktischer Strategien der Gewaltprävention und eines deeskalierenden, an demokratischen Werten orientierten und in der Konsequenz konstruktiven Umgangs mit jugendlicher Gewalt in Einrichtungen geht, müssen mehrere Ebenen berücksichtigt werden. Eine ganz entscheidende Ebene der ‚Alltagstauglichkeit‘ sind die Wahrnehmungen der Mitarbeiter_innen über die eigene personale und professionelle Kompetenz in Bezug auf die Themen, und ihre Wahrnehmung über die Teamkompetenz. Daher sind partizipativ erarbeitete und über Wissensmanagement ausgetauschte Interventionen der Gewaltprävention und Umgangsweisen mit jugendlicher Gewalt in internen Fortbildungen nützlich, in welchen auf der Grundlage eigener Voraussetzungen der Teilnehmenden Kompetenzen für die Gewaltprävention und den Umgang mit jugendlicher Gewalt erarbeitet und weiter vermittelt werden. Anhand eines internen Workshops zur Mitarbeiter_innenschulung, den die Autorin im Südtiroler Kinderdorf zum Thema durchgeführt hat, wird dargestellt, welche Hintergründe, Vorgehensweisen und Effekte eine entsprechende Herangehensweise haben kann.