Abstract
Marken sind mächtig. Das wissen wir als kritische Konsumenten und gebildete Bürger. Heerscharen von Marketing-, PR- und Medienexperten, Designern, Textern, Technikern, Filmern, Fotografen, anderen “Kreativen” und Strategen kämpfen im Krieg der Marken um Expansion und Vorherrschaft. Und seit klar ist, dass Werbung wenig glaubwürdig, inflationär und daher nicht effektiv ist, werden Schlachtfeld und Waffenarsenal der Markenkommunikation ständig erweitert, um so in jede Nische menschlicher Kommunikation einzudringen.
Den Gefechten um das Auf und Ab von Marken-Images kann sich niemand entziehen. “Image!” scheint der Imperativ einer Branding-orientierten Kultur zu sein, die mehr oder weniger subtilen Druck auf jeden ausübt. Darüber hinaus scheint das große Image-Spektakel den Blick zu verstellen und abzulenken von wichtigeren Problemen einer Welt voller Krisen.
Es bleibt also nur die Selbstverteidigung der Verbraucher und Bürger. Deshalb schlage ich eine Reihe von De-Branding-Maßnahmen vor, die uns helfen, uns der Macht der Marken zu entziehen und unauthentischen Marken etwas von ihrer Macht zu nehmen.