Abstract
Für den hier vorgestellten Forschungsbeitrag wurde der Zugang der Autofotografie gewählt – also Fotografien, in denen Kinder selbst einen Ausschnitt der Realität zu einem bestimmten Zeitpunkt aus einer bestimmten Perspektive bildlich reproduzieren. Damit wird das methodische Vorgehen der dokumentarischen Interpretation von Fotos nachvollziehbar demonstriert: Wie nehmen Kinder selbst Außen- bzw. Draußenräume frühpädagogischer Einrichtungen in den Blick? Wie setzen sie im Medium der Fotografie Raum ins Bild und welche Orte versehen sie damit mit (welcher) Bedeutung? Welche „Repräsentationen“ von Raum („representational space“, Lefebvre 1991, S. 38f.) erzeugen sie in der Praxis des Fotografierens, welche Imaginationen der Kinder dokumentieren sich also in den von ihnen inszenierten Fotos?