Abstract
Die Umsetzung eines inklusiven Schulsystems setzt hinter das tradierte gegliederte Schulsystem, das soziale Ungleichheiten fortschreibt, ein deutliches Fragezeichen. Denn die Entwicklung inklusiver Schulen ist kein bloßes Zusatzprogramm innerhalb des mehrgliedrigen Schulsystems. Inklusive Unterrichts- und Schulkulturen zeichnen sich dadurch aus, dass sie pädagogisch konstruktiv mit den herkunftsbedingten Unterschieden der Schülerinnen und Schüler umgehen. Entscheidend ist nicht, oballe Kinder in einer Schule lernen können, sondern wiejedes Kind erfolgreich lernen kann. Guter inklusiver Unterricht verbindet deshalb soziale Integration mit den je individuellen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler. Angemessene didaktische und methodische Anknüpfungspunkte hierzu bieten geöffnete Unterrichtsformen, interessenorientiertes und dialogisches Lernen sowie vielfältige Lernformen. Individuell abgestimmte Leistungsanforderungen an alle Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage personaler Anerkennung – so das Fazit von Simone Seitz – sind tragende Pfeiler inklusiven Unterrichts.
New Findings on Teaching and Learning in Inclusive Classrooms