Abstract
In der Fülle der angebotenen Arbeitsanleitungen und praktischen Ansätze erwies sich in meiner Tätigkeit die Fixierung des geistigen Auges nach Davis und die Lautdifferenzierung nach Ochsner als besonders brauchbar. Anhand eines Erfahrungsberichts über den Umgang mit dem Problem der akustischen und visuellen Wahrnehmungsschwäche bei legasthenen Kindern liefert der Artikel Hinweise und Material zur Anwendung der beiden Konzepte. Der Aufsatz gliedert im Wesentlichen in drei praxisleitende Schritte: 1. Koordinierung der diffusen optischen Wahrnehmung 2. Weitere Selbsthilfestrategien zur Kanalisierung des Leseflusses 3. Strategien zur Kompensierung akustischer Differenzierungsschwierigkeiten. Die leserechtschreibschwache Julia (9 Jahre) dient als Beispiel, die verschiedenen Theorieansätze für die Praxis zu verdeutlichen.