Abstract
In der Einleitung zum Schwerpunkt dieser Ausgabe legen wir dar, warum und wie in der Sozialen Arbeit über „Krieg und Frieden als Herausforderung für die Bearbeitung sozialer Probleme“ nachgedacht und geforscht wird und werden kann. Unser Ziel ist es, Anstöße für eine vertiefte Auseinandersetzung mit diesem Thema zu geben und dabei die Friedens- und Konfliktforschung einzubeziehen. Ausgehend von der aktuellen gesellschaftlichen Lage richten wir den Blick auf Thematisierungslinien zu „Frieden“ und „Krieg“ in der Profession und Disziplin der Sozialen Arbeit.
Dabei zeigt sich: In der weiteren Diskussion müssen auch die Ambivalenzen und Komplexitäten berücksichtigt werden, denen Wissenschaftler:innen in machtvollen Feldern ausgesetzt sind – bei der empirischen Forschung ebenso wie in der eigenen Scientific Community oder im Kontext der Nutzung ihrer Ergebnisse. Als mögliche Rahmung für die zukünftige Beschäftigung mit dem Thema wird eine Bewegung weg von der Kriegslogik und hin zur Friedenslogik vorgestellt. Abschließend werden die Beiträge dieser achten Ausgabe des Österreichischen Jahrbuchs für Soziale Arbeit (ÖJS) vorgestellt.