Abstract
Viehwirtschaftliche Nutzung und umweltschonende Bewirtschaftung der Almen stellen eine traditionsreiche Form der Berglandwirtschaft dar. Aufgrund der topographisch bedingten höheren Produktionskosten im Berggebiet und der ökologischen Bedeutung wird die landwirtschaftliche Beweidung und Pflege der Almen und Alpen mit öffentlichen Fördermitteln unterstützt. Innerhalb der zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen erweisen sich die Zahlungen im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen und Ausgleichszulagen für benachteiligte Berggebiete als die effektivsten Regelungen für die Fortführung der Almbewirtschaftung. Der Beitrag analysiert die internationalen und regionalen Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten bei Zielsetzung, Vorgehensweise, Definitionen/Vorgaben und finanzieller Ausstattung dieser agrarpolitischen Regelungen für den Erhalt dieser Höhenkulturlandschaft. Da das Beitragssystem nicht alleine die Entwicklung der Almwirtschaft beeinflusst, wird exemplarisch der Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Betriebe und dem Tourismusaufkommen sowie regionalökonomischen Bedingungen analysiert. Aus den Ergebnissen und den Erkenntnissen aus Experteninterviews leiten die Autoren Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Politik für Berggebiete ab.