Abstract
Mehrwertsteuerbefreiungen ohne Vorsteuerabzug stellen eine erhebliche Anomalie im europäischen Mehrwertsteuersystem dar. Der nachfolgende Beitrag beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit dem Tatbestband gem. Art. 132 Abs. 1 Buchst. f der Mehrwertsteuersystemrichtlinie (MwStSystRL), der eine mehrwertsteuerfreie Dienstleistungsverrechnung zwischen Personenzusammenschlüssen und ihren Mitgliedern, welche ihrerseits ebenfalls mehrwertsteuerbefreite Tätigkeiten durchführen, vorsieht. Dabei wird die Umsetzung dieser europarechtlichen Vorgabe in Italien, Österreich und Deutschland untersucht; im Einzelnen werden Unterschiede aufgezeigt und Problemstellungen erörtert.