Abstract
Vorkommen Ursprünglich kommt die invasive Ma-rillenblattlaus aus Asien. Berichte über ihr Vorkommen stammen aus Japan, China, Taiwan, Sibirien, Indien und Ne-pal. In ihren Herkunftsländern befällt sie die Japanische Aprikose (Prunus mume). In Europa wurde sie bisher in Italien (Panini et al. 2017) und Ungarn (Borbély et al. 2021) auf der Marille (Prunus armeniaca) nachgewiesen. Die Marillenblattlaus (Myzus mumecola) Erkennen, verstehen und bekämpfen Urban Spitaler, Marko Bjeljac, Thomas Facchini, Versuchszentrum Laimburg In den letzten Jahren konnte in Südtirol ein ungewöhnlich starkes Auftreten von Blattläusen an Maril-lenbäumen beobachtet werden. Betroffen waren dabei neben Ertragsanlagen auch Bäume in Haus-gärten, auf denen bisher kaum Blattlausbefall festgestellt wurde. Grund für das gehäufte Auftreten ist die Marillenblattlaus (Myzus mumecola), die sich derzeit in Europa ausbreitet. Im Jahr 2016 wurde das Vorkommen dieser Blattlaus zum ersten Mal in Italien beschrieben. Seitdem hat sie sich in Ungarn und vermutlich auch in anderen Teilen Europas angesiedelt. Beobachtungen des Versuchszen-trums Laimburg haben gezeigt, dass andere Steinobstbäume nicht befallen werden. In Laborversuchen konnten Tiere, die auf Kirsch-und Pfirsichblät-ter gesetzt wurden, nicht überleben. Aussehen Der Rücken der Blattläuse ist abge-flacht und wölbt sich am Körperrand nach oben. Die Körperlänge beträgt 2-3 mm. Im Frühjahr sind die unge-flügelten Blattläuse blassgrün gefärbt und haben einen dunklen Streifen in der Körpermitte sowie sechs dunkle Streifen am Körperrand. Im Sommer können braune Tiere beobachtet wer-den, die keine Streifen aufweisen. Die Nymphen (Jungtiere) sind blassgrün gefärbt und können helle Flügelansät-ze besitzen, an welchen man deutlich erkennen kann, dass sich aus ihnen geflügelte Blattläuse entwickeln wer