Abstract
Der Deckungsbeitrag I (DB-I) ist eine zentrale Größe in der Ökonomie der forstlichen Urproduktion. Im Beitrag werden einleitend definitorische und methodische Aspekte behandelt. Dabei wird die potenzielle Vielfalt an Kennzahlen aufgezeigt. Von den vier möglichen, betriebswirtschaftlichen Betrachtungsebenen wird in weiterer Folge auf den kostenrechnerischen Ansatz fokussiert. Der Artikel setzt sich mit der Frage auseinander, welche vielseitige Bedeutung der im Rahmen der Betriebsabrechnung ermittelte DB-I für die Unternehmenssteuerung bzw. das interne Controlling hat. Dabei wird auch auf mögliche Verzerrungen und Fehlinterpretationen eingegangen. Die Ergebnisse einer online-Umfrage zum DB-I unter Forstexperten bieten ein erstes Meinungsbild der Branche zum Thema. Anhand der Daten des Testbetriebsnetzes im österreichischen Großwald werden empirische Befunde vorgestellt und methodische Aspekte erörtert. Der über Jahrzehnte akkumulierte Datenbestand ermöglicht die Auseinandersetzung mit langfristigen Entwicklungen, wie sie gerade in der Forstwirtschaft mit ihren extrem langen Produktionszeiträumen von besonderer Bedeutung ist. Anhand der jüngsten Daten (Abrechnungsjahrgang 2023) werden alternative Eingangsgrößen und daraus abgeleitete Kennzahlen exemplarisch quantifiziert. Abschließend erfolgt eine Auseinandersetzung mit Kostenelementen, die anknüpfend an den DB-I bei der Ermittlung des Kalamitätsgewinns von Bedeutung sein können.