Abstract
Das vorliegende Buch befasst sich mit jenen Frauen und Männern,, die nach Italien emigrieren und als sogenannte Badanti in Südtirol arbeiten, wo ihre Migrationsgeschichte eine „temporäre Endstation“ erreicht. Neben diesen im Verborgenen, innerhalb der Privathaushalte, Beschäftigten wird auch die Perspektive der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber berücksichtigt. Ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Badanti eröffnet neue Einblicke in die häusliche Pflege- und Sorgearbeit. Die Analyse des Phänomens vollzieht sich entlang der drei Achsen: transnationale Migrationsprojekte, Netzwerkbildung, Care-Arbeit im Privathaushalt.
Das Ziel besteht darin, einer wenig beachteten Gruppe von Migrantinnen und Migranten Sichtbarkeit zu verleihen und das Arbeitsverhältnis aller Involvierten zu unterstützen, indem soziostrukturelle Maßnahmen angedacht werden, welche die Integration von Badanti in das sozioökonomische Umfeld erleichtern.