Abstract
Asymmetrie ist zu einem zentralen Element föderaler und regionaler Verfassungen geworden. „Auf dem Weg zu asymmetrischem Föderalismus?" beleuchtet die zunehmende Bedeutung von asymmetrischen Strukturen in europäischen Staaten sowie in der Europäischen Union, wo Föderalisierungsprozesse spürbar an Dynamik gewonnen haben. Aktuelle Verfassungsreformen haben vermehrt asymmetrische Strukturen eingeführt und dadurch den Wettbewerb zwischen den Gliedstaaten erhöht, wie z.B. in Deutschland durch die neuen Abweichungskompetenzen. Doch auch klassische Regionalstaaten wie Italien und Spanien oder multi-ethnische Föderationen außerhalb der EU kennen seit langem unterschiedliche Asymmetrie-Modelle. Hier treten vor allem Territorialautonomien in den Vordergrund. Deshalb liegt einer der Schwerpunkte des Sammelbandes auf der Südtiroler Autonomie. „Auf dem Weg zu asymmetrischem Föderalismus?" spricht alle interessierten Leser aus Wissenschaft und Praxis an, die interdisziplinär und länderübergreifend einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen in Föderalismus und Regionalismus wünschen. Die Autoren der Beiträge sind namhafte Föderalismusexperten aus dem In- und Ausland