Abstract
Die Migration fordert den klassischen Minderheitenschutz am Beginn des 21. Jahrhunderts heraus. Ein nachhaltiger Umgang mit „neuer“ und „alter“ Vielfalt bedarf der Analyse der Trennung zwischen autochthonen und anderen Minderheiten in bewährten Minderheitenschutzkonzepten und ihrer Folgen für verschiedene Gruppen und ihre Angehörigen. Dieses Buch wirft daher folgende Fragen auf: Sind Schutzsysteme für alte Minderheiten noch effektiv? Erweisen sich die der Abgrenzung zwischen neuen und alten Minderheiten zugrundeliegenden Kriterien weiterhin als sinnvoll? Inwieweit reagieren „klassische“ Systeme des Schutzes ethnischer Minderheiten auf die zunehmende Präsenz neuer Gruppen? Zur Beantwortung dieser Fragen integriert der Band Perspektiven der Geschichts-, Rechts-, Politik- und Sozialwissenschaften am Beispiel Österreichs in seinem internationalen Kontext.