Abstract
Der Großteil älterer Menschen möchte so lange wie möglich im eigenen zuhause bleiben. Vor allem in ländlichen Gemeinden erfordert die demografische und soziale Entwicklung neue Lösungen oder Maßnahmen, die bisher ergriffen wurden, um dies zu ermöglichen.
Der folgende Beitrag zielt darauf ab, verschiedene Formen der sozialen Unterstützung des Wohnens im eigenen Zuhause zu analysieren. Um einen Überblick über bereits bestehende Unterstützungsmaßnahmen zu erhalten, wurden zunächst Fallstudien im In- und Ausland durchgeführt, wobei der Schwerpunkt auf dem unmittelbaren Lebensumfeld und auf Unterstützungsstrukturen für das Wohnen im Alter im eigenen Zuhause gesetzt wurde.
Mit Hilfe eines Mixed-Methods-Ansatzes werden verschiedene Formen der Unterstützung für die häusliche Pflege analysiert. Das Projekt beleuchtet sowohl kritische Aspekte (z.B. Barrieren im unmittelbaren Lebensumfeld, die zu Ungleichheiten beitragen) als auch vorhandene Potenziale älterer Menschen. Mit Hilfe des Fragebogens war es möglich, sich ein Bild von der Situation älterer Menschen zu machen, wobei der Schwerpunkt auf Barrieren und günstigen Aspekten für das Wohnen zu Hause gelegt wird.
Die Ergebnisse des quantitativen Teils bestätigen die Verbundenheit mit der eigenen Wohnung, da diese auch als zentraler Treffpunkt genannt wurde, an dem man sich sicher fühlt. In den qualitativen Interviews wurde dem Ehrenamt und der Nachbarschaft besondere Bedeutung zugesprochen. Des Weiteren wurde die Notwendigkeit einer stärkeren Kooperation von Gesundheits- und Sozialdiensten, der Bedarf an kleinräumiger und leicht zugänglicher Hilfe beschrieben.
Die Autorin dieses Beitrags möchte nicht nur die theoretischen Implikationen aufzeigen, sondern auch die Brückenfunktion der Sozialarbeit zwischen den Bedürfnissen einer immer vielfältigeren älteren Bevölkerung und den Hilfssystemen hervorheben.