Abstract
Dieser Beitrag gibt einen kleinen Einblick in eine explorative Studie zu den Werten von Grundschulkindern in der mehrsprachigen Autonomen Provinz Bozen. Basierend auf der Wertetheorie von S. H. Schwartz wurde die Struktur der Werte von den Schüler*innen sowie deren Werteprioritäten untersucht. Die Stichprobe umfasste insgesamt 450 Kinder der vierten und fünften Klassen aus Schulen aller drei offiziell anerkannten Sprachen, die anhand des PBVS-C zu ihren Werten befragt wurden. Eine Multidimensionale Skalierung bestätigte die von Schwartz postulierte Kreisstruktur der Werte bei den Kindern und steht somit im Einklang mit vorangegangenen Studien. Zudem zeigte sich, dass den Schüler*innen Selbst-Transzendenz am wichtigsten und Selbst-Stärkung am wenigsten wichtig ist, was ebenfalls mit den Ergebnissen bisheriger Untersuchungen übereinstimmt und auf ein pankulturelles Muster in den Werteprioritäten von Kindern hinweist. Abschließend wird versucht mögliche Implikationen für die alltägliche Praxis abzuleiten.