Abstract
Der Beitrag ist der Lehrerfortbildung aus der Perspektive von Bozen gewidmet, dem Austragungsort der XV. IDT mit dem Logo DaZ - DaF - DaM. Die Einbeziehung von Deutsch als Muttersprache zeigt, was sich an der Zielvorstellung des Deutschunterrichts in den Schulen verändert hat. Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Erst - und solche mit Deutsch als Zweitsprache sitzen nebeneinander in einer Klasse und lernen miteinander, vielleicht auch von einander. Das Neben-einander-Sitzen gehört zu den äußeren Bedingungen des Lernens, der Schulentwicklung und der Planung von Curricula und Syllabi, das Miteinander-Lernen hingegen gehört in die Sphäre des „Innen“, der kognitiven Prozesse der Sprachverarbeitung und des Lernens. Es wird ein Projekt vorgestellt, das im Umfeld der Arbeiten zur IDT 2013 entstanden ist, das Fortbildungsprojekt für CLIL-Lehrpersonen, das im dreisprachigen Umfeld der Freien Universität Bozen bereits mehrfach erprobt wurde. Die Fortbildung beruht auf einem expliziten neuen Lehr-Lernmodell (Zanin, 2015) und behandelt folgende Schwerpunkte:
* Authentizität („von Innen“) durch Anschließbarkeit
* geprägte Formen, Idiomatizität, Konventionalität, prosodische Prägung
* Lesen und „stilles“ Lesen im Unterricht
* die deutsche Sprache lernen und üben mit Gedichten von Hans Magnus Enzensberger.