Abstract
Die neurobiologische Forschung zur Zwei- und Mehrsprachigkeit bringt immer mehr Licht in ein komplexes Puzzle. Es wird immer deutlicher, dass Sprachen für das Gehirn primär Prozesse sind und ein Modell des Zusammenspiels von einzeln zu lokalisierenden Einzelsprachen zu kurz greift.
Die Fülle der Arbeiten lässt sich heute nicht mehr leicht zusammenfassen. Ausgehend von eigenen neurobiologischen Studien in interdisziplinären Arbeitsgruppen, bei denen ich beteiligt war, zu Dreisprachigkeit, Code-Switching und kognitiven Vorteilen bei zweisprachig aufwachsenden Kindern, soll der Frage nachgegangen werden, ob heute eine Anwendung an die Sprachdidaktik möglich ist.
Das Fazit dazu fällt vorsichtig positiv aus: Die Forschung lässt noch keine direkten, jedoch einige vorsichtige indirekten Schlüsse zu.