Abstract
Der Beitrag "Zur Konstruktion natio-ethno-lingualer Gruppen in der Grenzregion Südtirol. Reflexionen aus einem ethnographischen Projekt" widmet sich dem Paradoxon amtlich anerkannter regionaler Minderheiten, die einen legitimen Platz in Nationalstaaten haben und unter Berufung auf ihren Minderheitenstatus migrationsbedingte Minderheiten ausgrenzen. Empirische Basis bilden ethnographische Protokolle aus einem laufenden Projekt zum Übergang vom Kindergarten in die Grundschule mit deutscher Unterrichtssprache in Südtirol/Italien. Wir gehen der Konstruktion natio-ethno-lingualer Gruppen und der „Hierarchisierung von Minderheitenrechten“ (Thoma 2022) nach und fragen nach Möglichkeiten der diskursverschiebenden Kooperation zwischen Forscher*innen und Akteur*innen im Feld.