Abstract
Im Rahmen der Vorarbeiten zum Südtiroler Landessozialplan 2030 zwischen 2019 und 2021 wurden 1.094 Onlinefragebögen von Stakeholdern des Südtiroler Sozialwesens ausgefüllt, um dessen zukünftige Ausrichtung mitzugestalten. Die Befragungen wurden zu den folgenden Bereichen durchgeführt:
* Senior*innen und Pflege
* Kinder- und Jugendschutz
* Soziale Inklusion und Frauen in schwierigen Situationen
* Dritter Sektor
* Menschen mit Behinderungen, psychischen Erkrankungen und Abhängigkeitserkrankungen.
Neben Multiple-Choice-Fragen gab es jeweils auch eine Reihe von offenen Fragen, die von 701 Personen mindestens teilweise beantwortet wurden. Diese bilden die Datengrundlage der vorliegenden qualitativen Untersuchung, in der die aus Sicht der Befragten wichtigsten Herausforderungen aber auch möglichen Lösungsansätze dargestellt, verglichen und mit aktuellen Praxisbeispielen und Forschungsergebnissen in Beziehung gesetzt werden. Damit wird der Beteiligung aller Anspruchsgruppen an der Mitgestaltung des Sozialwesens und der Sozialpolitik Südtirols Rechnung getragen – gemäß der eng mit dem Konzept der Diversity verknüpften „Inklusion, der Einbeziehung von Personen".
Zu Beginn der Analysen wurden aus den Befragungsdaten heraus vier zielgruppenübergreifende Schlüsselthemen identifiziert, um die ein Großteil der Aussagen kreisen:
* Wohnen und Wohnformen
* Fachkräfte und Ausbildung
* Netzwerk- und Zusammenarbeit
* Dritter Sektor.