Abstract
Künstliche Intelligenz (KI), zum Beispiel Systeme wie ChatGPT, ist längst Teil unseres Alltags. Sie schreibt E-Mails, fasst Texte zusammen, hilft beim Strukturieren von Ideen oder formuliert Bewerbungsschreiben. Die Ergebnisse klingen meistens erstaunlich flüssig und nach "gutem Deutsch". Aber kann die KI auch „österreichisches Deutsch“? Das wollen wir in diesem Workshop gemeinsam herausfinden.
Wir werfen zuerst einen Blick auf die Besonderheiten des "österreichischen Deutsch", von typischen Wörtern (Marille, Paradeiser, Topfen) über grammatikalische Spitzfindigkeiten bis hin zum typischen (Wiener) Schmäh. Danach schauen wir hinter die Kulissen: Wie geht eine KI eigentlich mit Sprache um?
Das Ziel des Workshops ist zu zeigen, dass es dabei nicht nur um österreichisches Deutsch, sondern um ein größeres Thema geht: Welche Sprache(n) und auch welche Stimme(n) sind wirklich in KI zu finden und wie können wir kritisch mit KI-Texten umgehen? Denn Sprache ist mehr als nur Wörter. Sie ist eng mit Kultur, Identität und Vielfalt verknüpft.