Abstract
Der Angriff Russlands auf die Ukraine vor einem Jahr hat eine Lawine weltweiter Prozesse ausgelöst. Sie werden die kommenden Jahre prägen. Gegegensätzliche geopolitische Machtbereiche haben sich konsolidiert, sind aber auch in Bewegung gekommen. Die Globalisierung wurde aufgebrochen, ökonomische Strukturen wurden verändert. Viele Staaten des Globalen Südens hegen wegen der Kolonialgeschichte Sympathien für Russlands selbsterklärten Angriffskrieg gegen “das Modell Westen”. Immer bedrohlicher wird der Konflikt zwischen den USA und China. Die Digitalisierung und der Einsatz der KI sind beschleunigt worden. Zukunft und Einfluss internationaler Organisationen scheinen ungewiss. Mit welchen Weiterentwicklungen haben wir in die kommende Zeit hinein zu rechnen? Welchen, insbesondere kriegerischen Gefahrenpotentialen sollten wir uns stellen? Welche Hoffnungen – vielleicht sogar Friedenshoffnungen – dürfen wir hegen?