Abstract
Greifen Autor:innen auf wissenschaftliche Erkenntnisse zurück? Inspiriert und befördert Wissenschaft ihre Arbeit? Wie beeinflussen Romane, Gedichte oder Erzählungen das, was wir wissen? Wie fördern fiktionale Texte vor allem realistische Darstellungen, Erkenntnis in der Wissenschaft? Vermitteln erkenntnisreiche literarische Texte womöglich ein anderes, spezifisches Wissen? Können Wissenschaftler:innen davon profitieren?
Über diese und andere interdisziplinäre Fragen an der Schnittstelle von Literatur und Wissenschaft diskutieren Wissenschaftler:innen und Autor:innen in moderierten Gesprächen und Diskussionsrunden: In drei thematischen Sessions – zum Südtiroler Geschichtsroman, zu narrativen Landschaftsräumen der Berge, der Dolomiten und Ladiniens sowie zum Dorf- und Landroman bzw. der Transformation ländlicher Lebensräume – werden literarischwissenschaftliche Wechselwirkungen erörtert.
Zwei Seminare beschäftigen sich vertiefend mit nicht-fiktionalen Texten und mit der ladinischen Literatur. Losgelöst von der literaturwissenschaftlich kontrovers verhandelten Frage, ob fiktionale Texte überhaupt (wahres) Wissen vermitteln können, versucht sich der Workshop an einem Experiment: Können Kunst und Wissenschaft voneinander profitieren und wenn ja, wie? Welche neue Einsichten eröffnen sich Autor:innen und Wissenschaftler:innen durch das wechselseitige Erforschen ihrer Sichtweisen, Verständnisse und Perspektiven?