Abstract
Das Auerhuhn (Tetrao urogallus) ist eine emblematische Art der Alpen und Indikator für die Qualität strukturreicher Bergwälder. Es ist jedoch zunehmend durch Lebensraumverlust bzw. dessen Fragmentierung, anthropogene Störungen sowie durch die Folgen des Klimawandels bedroht. Um langfristige Schutzstrategien zu entwickeln, sind innovative und großflächige Managementmaßnahmen erforderlich. In den letzten Jahrzehnten sind im Projektgebiet bedeutende Wissenslücken entstanden, welche ein koordiniertes und gezieltes Management erschweren. Das mangelnde Wissen über die Entwicklung der Bestände und die personellen Probleme bei den Populationsermittlungen im Zuge von Balzplatzzählungen machen es notwendig, neue und innovative Monitoringmethoden zu testen. Die Präsentation behandelt das neue Projekt "Auerhuhn im Fokus" welches das Ziel hat, durch Kombination von Bioakustik, Genetik und Habitatmodellen überregional replizierbare Methoden für ein ressourceneffizientes Management auf mittel- bis langfristige Perspektive für das Auerhuhn zu entwickeln und damit auch die subalpine Biodiversität zu fördern.