Abstract
Wenn man es mit neuartigen Phänomenen zu tun hat, oder mit Prozessen, die mitten im Fluss des Geschehens liegen, ist es womöglich eine gute Herangehensweise, von der Gewohnheit Abstand zu nehmen, sie abschließend behandeln zu wollen. Sich damit zu begnügen, sie erschließend zu bearbeiten, mag zwar unbefriedigend sein, ist aber in diesem Fall weiterführend. Solche Entwicklungen zu beurteilen, um zu ihrer Gestaltung beizutragen, verlangt schon von der Sache her nach Sensibilität und Offenheit, vor allem aber nach einer gehörigen Portion Respekt ihnen gegenüber. Warum? Nun, solange diese Entwicklungsprozesse in „statu nascendi“ sind, sich also in einem frühen Stadium befinden, bleiben sie – bei aller Fähigkeit zur Einsicht, die wir uns selbst gern attestieren – zumindest teilweise undurchschaubar, nicht zuletzt mit Blick auf ihre Konsequenzen. Und gemeint sind damit weniger ihre Folgen für das schlicht Bestehende als vielmehr die Kräfte, die sie im dynamischen Fortgang der Ereignisse freisetzen – besonders jene, die dazu geeignet sind, die Zielsetzungen und Wertvorstellungen, an
denen uns liegt, unweigerlich in ihren Wirkungskreis hinein zu ziehen. Wenn man das engere Thema (einer Reflexion über die Rolle der Satellitentechnik für all jene Sicherheitsfragen, die uns wichtig genug sind, um sie an die erste Stelle unserer Tagesordnung zu setzen) hinreichend gut erschließen will, um ihre Pros und Kontras angemessen zu diskutieren, muss man es also notwendigerweise aus einem weiteren Rahmen heraus entwickeln. Nach dem ersten Punkt, der „Einleitung“, in der wir uns gerade noch befinden, fährt mein Beitrag daher zweitens mit der Skizzierung dieses Rahmens fort, und zwar unter dem Titel „Konvergenz und Transformation“. Darauf folgt drittens eine Erörterung zum Thema „UC, RFID und der Beitrag der Satelliten“. Der vierte und schließliche Punkt ist kein Resümee, sondern ein „Ausblick“, der sich der Frage nach der Sicherheit und ihrer Gestaltung widmet.