Abstract
Ohne einen erweiterten Ansatz unseres Denkens und Handelns wird es keine Lösung der Umweltproblematik der Moderne geben. Vernunft und Ethik sind daher gefordert, die Möglichkeiten unserer Einsicht in diese Problematik und unserer Orientierung ihr gegenüber auszubauen. Um die prinzipiellen Schwierigkeiten zu verdeutlichen, die auf diesem Wege zu bewältigen sind, befasst sich der Beitrag mit den Themen „Selbstreferenz und Umweltethik“, „Azentrizität und ökologische Vernunft“ und dem Verhältnis von „Ökonomie und Ökologie“. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, mit welchen Mitteln es dem modernen Menschen gelingen kann, eine Wiedereinführung der von ihm externalisierten Effekte vorzunehmen, um den Umweltfolgen seines intentionalen Entscheidens gerecht zu werden. Einerseits wird hierzu auf die Systemtheorie Niklas Luhmanns rekurriert, deren kritische Analysen verfolgt und hinsichtlich dieser Frage ausgewertet werden. Zum anderen wird auf Ansätze der bürgerlichen und marxistischen Umweltökonomie eingegangen, um die Fragestellung auch andersherum anzugehen. Der Beitrag schließt seine Überlegungen mit einem Statement über „Co-Evolution und reflexive Modernisierung“.