Abstract
Das einleitende Sprachspiel stammt von einer Schülerin, die – ausgehend von Nadia Buddes Graphic Novel – von ihrem Kindsein erzählt. Dazu gehört für sie, „verrückte Sachen [zu] malen“, wie etwa „eine Tasse Kakao auf einem Bett in der Toilette“. Dabei durchbricht die Schülerin auf (sprach-)spielerische Weise Konventionen der Welt der Erwachsenen. Diese Grenzüberschreitung ist maßgeblich durch die Fiktionalität der literarischen Vorlage beeinflusst, die zum Spiel mit Möglichkeiten einlädt. Die Graphic Novel Such dir was aus, aber beeil dich! erzählt in Bild und Text vom Kindsein in den 1970er-Jahren in der DDR. Welche Möglichkeiten diese literarische Sammlung von Kindheitserfahrungen Grundschülerinnen und Grundschülern eröffnet, schreibend und zeichnend über ihr eigenes Kindsein in der heutigen Zeit nachzudenken, wird in diesem Beitrag anhand von Rezeptionsdokumenten aufgezeigt. Fokussiert wird dabei der spielerische Umgang mit Worten und Bildern in den Texten und Zeichnungen der Kinder.