Abstract
Dauerwiesen in den Alpen sind eine wichtige Quelle der Biodiversität. Im Allgemeinen ist der negative Zusammenhang zwischen Nährstoffeintrag und pflanzlicher Artenvielfalt entlang des gesamten Gradienten des Nährstoffeintrags gut bekannt (z.B. Humbert et al. 2015). Es gibt aber eine anhaltende Debatte darüber, welche organischen Dünge mittel in welchem Ausmaß geeignet sind, um eine ausreichende Biodiversität zu erhalten und gleichzeitig eine weitere agronomische Nutzung von Dauerwiesen zu ermöglichen. Daher wurde in einem siebenjährigen Feldversuch (2017-2024) untersucht, wie sich der ursprüngliche Vegetationstyp (Wiesenklasse), die Wirtschaftsdüngerart und der Nähr stoffeintrag über die Wirtschaftsdünger auf die Pflanzenvielfalt und auf die Wertigkeit des Pflanzenbestandes für die Bestäuber auswirken. Der Fokus lag auf Vegetationstypen, welche zu Beginn an der Schwelle der Natura 2000-Wertigkeit lagen. Die Ergebnisse sind im Sinne des Themas der vorliegenden Tagung aufbereitet worden, um fundierte Hinweise zum erwarteten Effekt der Düngung auf mäßig artenreichen bzw. mäßig arten armen Pflanzenbeständen z u liefern, w elche ü ber B egrünungsmaßnahmen e tabliert wurden. Der Fokus wurde vor allem auf die Aspekte der pflanzlichen Diversität und ihrer potenziellen Wertigkeit für Bestäuber gelegt.