Abstract
Die Zweitsprache Deutsch im Schulsystem ist heute weit mehr als ein rein didaktisches Problem. Das gilt in besonderem Maße für Südtirol, eine autonome Provinz mit Sprachenhoheit, mit offizieller Zweitsprache Deutsch, in einem geregelten Zusammenleben mit der Erstsprache Italienisch und mit Ladinisch, der dritten Landessprache. In dieser Konstellation, in der Deutsch als Zweitsprache und als zweite Sprache neben der Erstsprache Deutsch ihr Auskommen findet, ist ein didaktischer Ansatz, der keine Trennlinien zwischen den unterschiedlichen Bereichen des Unterrichtens und Lernens der deutschen Sprache vorsieht, notwendig und willkommen. Als besonderes Anliegen in dieser Situation erscheinen die Ausbildung und die Fortbildung der Lehrpersonen.