Abstract
Bilderbücher haben in der Deutschdidaktik im gesamten deutschsprachigen Raum in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit erfahren. In der Unterrichtspraxis standen lange die Texte im Zentrum der Aufmerksamkeit, während die Bilder häufig eher als Illustrationen der Geschichte hinzugezogen wurden (so auch Jantzen 2008, S. 235). […] In den letzten Jahren ist – insbesondere in den Arbeiten von Mechthild Dehn oder Karin Richter – der Eigenwert der Bilder und das Zusammenspiel von Text und Bild verstärkt in den deutschdidaktischen Fokus gerückt. Bilder werden zunehmend – auch im Zusammenhang neuer Medien (Wieler u.a. 2008, Bertschi-Kaufmann 2000) als Erzähl- und Schreibanlässe genutzt. In diesem Sinne nimmt der Beitrag Spuren perspektivenbezogener Lernprozesse, die vielstimmig erzählende Bilder in Schülergesprächen hinterlassen, in den Blick.