Abstract
Ausgehend von kritischen Analysen meritokratisch geprägter, leistungsbezogener Übergangslogiken in segregierenden Schulsystemen fokussiert der Beitrag das italienische Bildungssystem, das weitgehend auf Formen horizontaler Transition verzichtet und durchgehend inklusiv organisiert ist. Es wird diskutiert,
wie innerhalb dieser inklusiven Struktur auf regulativer Ebene rechtebasierte Zugänge mit kompensatorischen Logiken verschränkt sind und wie dies schulkulturell institutionalisiert wird. Anhand eines exemplarischen Einblicks in qualitative Analysen ethnografischer Unterrichtsbeobachtungen wird konkret aufgezeigt, wie sich, vermittelt über kategoriale Ordnungen und hier anknüpfende Institutionalisierungsprozesse, Differenz herstellende Fähigkeitsordnungen und Normalitätsvorstellungen in soziale Praktiken einschreiben können.