Abstract
Spielen, Lernen und Arbeiten sind Handlungsform die Menschen unabhängig von ihrem Lebensalter zur Verfügung stehen. Anthropologisch betrachtete erschließt sich ein Kleinkind spielend seine Welt, lernt sich in ihr zurechtzufinden und erarbeitet sich ein eigenes Weltverständnis. In der Kindheits- und Jugendphase steht das Lernen mit Mittelpunkt und da Lernen mit Anstrengungen verbunden ist, wird dieses Lernen häufig als Arbeit erlebt. Auch oder gerade dann, wenn ein spielerischer Lernzugang – meist vom Lehrenden – zum Thema gewählt wird. Als Erwachsener Mensch wird zwar weiterhin gelernt und das Lernen wird mit der Perspektive des Lebenslangen Lernens positiv, progressiv und fortschrittlich konnotiert, dennoch steht das Arbeiten im Zentrum.
Lernwerkstätten bieten den Raum diese Handlungsformen in ihrer Bedeutung zu begreifen, indem in ihnen gespielt, gelernt und gearbeitet wird. Dabei entsteht ein Zusammenspiel dieser Handlungsformen, aber auch Formen der Kooperation und der Kollaboration zwischen Personen und/oder Institutionen.
Ausgehend von diesen Überlegungen wird zunächst das Potential des Spielens, Lernens und Arbeitens in Lernwerkstätten verschiedenster Ausprägungen betrachtet. Anschließend werden anhand der Beiträge des Bandes die differenzierten Möglichkeiten einer Kooperation und Kollaboration in, mit und zwischen Lernwerkstätten verdeutlicht