Abstract
Wir leben in einem neuen „Zeitalter der Krisen“: Die durch die Covid-19 Pandemie ausgelöste Gesundheits- und Gesellschaftskrise, die Klimakrise durch den menschen-gemachten Klimawandel, die Energiekrise, die uns unsere Abhängigkeit von autokratischen Regimen verdeutlicht, und seit dem Angriff auf die Ukraine auch wieder Krieg in Europa. Soziale Innovation, transformative Befähigung und Zukunftsbildung könnten Möglichkeiten darstellen, mit solchen multiplen Krisen umzugehen und partizipativ, bottom-up und inklusiv Lösungsansätze zu entwickeln. Krisen sind Transformationstreiber, und Soziale Innovation kann uns dabei helfen, von einem Reagieren auf externe Einflüsse zu einem Agieren im Sinne einer aktiven Gestaltung zu kommen. Dazu müssen Bürger*innen durch Rahmenbedingungen und eigenes Engagement befähigt werden. Im Umgang mit langfristigen Krisenszenarien kann der UNESCO-Ansatz der Zukünftebildung hilfreich sein, der mit seiner Idee einer „Demokratisierung der Zukünfte“ viele Ideen der Sozialen Innovation (lokale Verortung, Beteiligung aller Bürger*innen) widerspiegelt.