Abstract
Auf Basis ihrer strategischen Ausrichtung ermöglichen Hochschulen ihren Mitgliedern ein hohes Maß an struktureller Autonomie, um die Kreativität, Innovation und Leistung zu fördern. Als positive Rollenmodelle stellen Führungskräfte das „Rückgrat“ einer Organisation dar. In Einklang mit der strategischen und strukturellen Ausrichtung von Hochschulen ist es notwendig, dass sie optimales Führungsverhalten zeigen. Hierfür bietet sich Empowering Leadership (ermächtigende Führung) an, das im besonderen Maße innovationsförderlich wirkt und auf die Entwicklung der Self-Leadership-Fähigkeiten der Geführten abzielt. Damit eine Führungskraft die von ihr Geführten zielorientiert beeinflussen kann und als positives Vorbild wirkt, muss sie sich aber zunächst selbst führen. Im Anschluss fördern Führungskräfte, die einen hohen Entscheidungs- und Handlungsspielraum gewähren, die Self-Leadership-Fähigkeiten der Geführten und Shared Leadership (geteilte Führung) in Teams. Dadurch kann sich in der Gesamtorganisation eine Self-Leadership-Kultur entwickeln, die sich positiv auf die strategische und strukturelle Ausrichtung der Hochschule (Förderung von Kreativität, Innovation und Leistung) auswirkt.