Abstract
Der Beitrag betrachtet die zwei Kleinstädte Bozen/Bolzano (Italien) und Leoben (Österreich) im deutschsprachigen Alpenraum und untersucht dortige Unterstützungsangebote für geflüchtete und asylsuchende Menschen1 von religiösen Organisationen, die sich seit Sommer 2015 entwickelten. Dabei wird untersucht, ob die Motivation für die Etablierung der Unterstützungsangebote aus einem moralischen Solidaritätsbewusstsein zur Minderung von Leid marginalisierter Gruppen gespeist wird liegt und/oder aus dem Interesse die eigene transzendentale Vorstellung und religiöse Botschaft zu disseminieren. Für die Beantwortung dieser Fragen wurden leitfadengestützter Interviews mit religiösen LeiterInnen und Freiwilligen geführt und hinsichtlich der Kategorien Typ und Entwicklung des Angebots, Motivation, Solidaritätsverständnis, religiösen Botschaften und transzendentale Vorstellungen ausgewertet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu dienen, ein besseres
Verständnis der Rolle von religiös motivierter Flüchtlingshilfe in Kleinstädten im Alpenraum zu erhalten und den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Österreich und Südtirol/Italien zu fördern.
Stichwörter
Freiwilligenarbeit- Flüchtlinge – Asyl – Solidarität – Religion - Missionierung – Konvertieren