Abstract
Dass Service Learning einen Mehrwert für alle Beteiligten schaffen kann, ist in der gegenwärtigen Debatte um dieses komplexe Lehr-/Lernformat konsensfähig. Dass die Qualität der Angebote entscheidend ist, um dies zu erreichen, ebenfalls. Welche Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -entwicklung besonders geeignet sind, ist hingegen nach wie vor Gegenstand aktueller Diskussionen. In den letzten zwei Jahren wurde an der Universität Tübingen eine qualitative Evaluation durchgeführt, die die Perspektiven aller an Service Learning beteiligten Akteure - Studierende, Lehrende und Partner - berücksichtigt. Erste Erkenntnisse weisen auf verschiedene hochschuldidaktische Maßnahmen hin und zeigen zudem auf, dass die Interviews im Evaluationsprozess selbst für die befragten Lehrenden als wertvoller Anlass zur didaktischen Reflexion und als Anregung zur Verbesserung ihrer Lehre dienen können.