Abstract
Für die praktische Anwendung zur Präakklimatisation in natürlicher Höhe können Nächtigungen über 2000 m oder möglichst häufige Tagesaufenthalte über 3000 m günstige Effekte hervorrufen. In diesem Sinne kann eine Woche Präakklimatisation in natürlicher Höhe, kombiniert mit wiederholten Auf- und Abstiegen am Berg, zur Präakklimatisation empfohlen werden. Nächtigungen und wiederholte 3- bis 4-stündige Expositionen über 4000 m simulierter Höhe dürften Präakklimatisationseffekte hervorrufen und die AMS-Inzidenz reduzieren. Für eine Präakklimatisation mit noch kürzeren Hypoxieexpositionen (ca. 1 h) ist die AMS-Prophylaxe fraglich. Da die Effekte einer Präakklimatisation nicht allzu lange anhalten, sollte diese möglichst bis wenige Tage vor der eigentlichen Höhenexposition durchgeführt werden. Die Antwort nach der optimalen bzw. minimalen Hypoxiedosis zur Prävention der AMS ist weiterhin unbeantwortet. Es bedarf weiterer Untersuchungen, um Aufschluss über diese noch offenen Fragen zu bringen.