Abstract
Zentrale Aufgabe der EduSpace-Lernwerkstatt der Freien Universität Bozen (unibz) am Standort Brixen ist die Professionalisierung von pädagogischen Fachkräften im Kindergarten und Lehrpersonen in der Schule (Stadler-Altmann, 2018; Schumacher et al., 2020). Dies geschieht im Rahmen des Auftrags der Hochschule teils im Masterstudiengang für den Primarbereich, teils im postgradualen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.
Im Interesse des – Südtiroler – Kindergartens liegt es, pädagogische Fachkräfte für den „Umgang mit individuellen Unterschieden und Inklusion zu sensibilisieren“ (RRL, 2008, S. 20ff.) sowie im Bildungsfeld „kommunikationsfreudige und medienkompetente Kinder“ (RRL, 2008, S. 32ff.) fortzubilden. Dieses Interesse wird in den Angeboten der EduSpace-Lernwerkstatt aufgegriffen und fließt in entsprechende Forschungsaktivitäten ein.
Um Kindern mit besonderen Bildungsbedürfnissen (BES) die Möglichkeit der Weltaneignung und Kommunikation zu erleichtern, bedarf es entsprechender Maßnahmen (UN, 2006), wie etwa den Einsatz von Augmentative and Alternative Communication (AAC) bzw. Unterstützter Kommunikation (UK).
Dieser Beitrag konzentriert sich auf die Umwandlung von in Südtiroler Kindergärten verwendeten Kinder- und Bilderbüchern in Bücher mit zusätzlichen Symbolen nach dem INbook-Modell (csinbook, 2017). Im Mittelpunkt stehen dabei der Kompetenzaufbau der pädagogischen Fachkräfte im Bereich der Inklusion und der Unterstützten Kommunikation sowie der Transformationsprozess von textbasierten Inhalten im bimodalen, nicht-sprachlichen Repräsentationssystem. Die erzielten Forschungsergebnisse werden den Qualitätsebenen der Intervention nach Giel (1999) zugeordnet und
abschließend in Bezug auf den Theorie-Wissens-Transfer in einer Hochschullernwerkstatt diskutiert